Kleine Wunder 10. Mai 2008
Posted by kauda in Eltern, k.trackback
Jüngst war unsere Kleinste spurlos verschwunden. “Wo ist sie?” Meine Frage wurde von allen, die noch vor zehn Minuten mit ihr gespielt hatten, mit einem schlichten Achselzucken quittiert. Ein Blick in den Garten, eiliger Gang ums Haus, plötzlich aufsteigende Angst. Die Gedanken um Logik und Sachlichkeit bemüht. Nach endlosen Minuten des Suchens (begleitet von Selbstvorwürfen und dem Ausmalen verschiedener Horrorszenarien) fand ich sie schließlich vergnügt und unbesorgt auf dem örtlichen Spielplatz wenige Hundert Meter von unserem Haus entfernt. Für sie war die Welt in Ordnung. Wahrscheinlich bemerkte sie nicht einmal, wie erleichtert und aufgelöst zugleich ihre Mama war, und wie ungewöhnlich still.
Der Rest des Tages verlief dann “normal” ohne auffallende Besonderheiten. Nur fühlte ich mich erschöpft, gedanklich wie gelähmt und irgendwie schuldig. Ja, es war alles gut gegangen! Doch alles gute innere Zureden nützte mir nichts. Abends im Bett suchten sich dann Tränen ihren Weg, und mit trüben Gedanken schlief ich ein.
Mitten in dieser Nacht wachte ich ohne ersichtlichen Grund auf. Noch immer fühlte ich mich schwer. Ich schlug den Vorhang zurück und blickte hinaus in die sternklare Nacht… und sah eine wunderschöne Sternschnuppe.
Ein unvergesslicher Augenblick.
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